Letztes Feedback

Meta





 

Erste Schritte

Liebe Gemeinde,

jetzt kommen die erste Schritte auf meinem Weg zum denkenden Menschen. Ich kann aus dieser Zeit in Bad Rodach immer noch nicht soviel erzählen, da auch hier meine Erinnerungen nur bruchstückhaft vorliegen.

Es ist nach einem Schlaganfall wahrscheinlich wie nach einer durchzechten Nacht, man kann sich erinnern, dass etwas passiert ist, man sieht Bruchstücke aber richtig zusammen setzten lassen sich diese nicht. Teile dieser Nacht lassen sich nicht in das Bild einfügen und so wird diese Nacht, je nach Schwere die Alkoholmissbrauchs, immer als unlösbares Rätsel über einem schweben.

Der Vergleich ist gar nicht so schlecht, zumal ich mit durchzechten Nächten genug Erfahrung habe. Ich glaube jedenfalls, dass der Vergleich mit einer durchzechten Nacht einigermaßen das trifft, was ich durchlebt habe oder noch durchlebe.

Wie gesagt, ich weiß nicht mehr viel von meinem ersten Tag in Bad Rodach. Als mich die Männer vom Rot Kreuz oder vom Malteser Hilfsdienst bei den Schwestern hatten, habe die mich auf mein Zimmer verfrachtet.

Ich durfte auf meinem Zimmer bleiben, anscheinend weil auch die Schwestern wussten, wie man sich fühlt, wenn man gerade eingeliefert worden ist. Ich weiß noch, dass ich völlig fertig in meinem Bett zu liegen kam.

Das war der erste Tag.

Viele Grüße

 Michael  

23.9.13 16:07, kommentieren

Werbung


Mein Erlebnis Ende August/Anfang September 2013

Liebe Gemeinde,

ich erzähle Euch heute von meinem Erlebnis, das ich Ende August hatte. Es war wieder so ein Erlebnis, mal größer mal kleiner, das ich von Zeit zu Zeit habe. Sie hängen immer mit meinem Weg zu einem vollständig gesunden Körper zusammen. Diese Erlebnisse, bei allen Schwierigkeiten, die sie mir vielleicht bereiten, sind aber doch ein Zeichen, dass mein Gesundungsprozess nicht aufgehört hat, sondern immer noch weiter geht. Auf jeden Fall sind diese Stationen, die ich eben von Zeit zu Zeit habe, ein ganz wichtigen Teil meines Lebens, sodass ich auf jeden Fall Euch davon erzählen will.

Ich muss ein wenig über unsere Wohnsituation vorausschicken. Sie spielt in meinem Gesundungsprozess eine wichtige Rolle. Als ich aus der Reha-Klinikum entlassen worden war, noch unfähig aus der Wohnung zu gehen, da war mein ganz großes Ziel, die Wohnung zu verlassen und zum Comet zu gehen und einzukaufen.

Jetzt ist der Comet, ein Geschäft der EDEKA Gruppe, von uns nur durch eine Straße getrennt. Es ist also weiß Gott keine große Entfernung, die man zurückzulegen hat - wenn man denn gesund ist. Wenn man allerdings durch Krankheit behindert ist, gibt es Zeiten, da erscheint einem selbst die kurze Strecke fast unüberwindlich.

Zu dem Zeitpunkt, da die Geschichte spielt, konnte ich schon gut laufen. Ich ging oft zum Comet und hatte es mir zur Angewohnheit gemacht, hin und wieder die Zeit zu stoppen, um zu sehen, ob ich nicht ein bisschen schneller bin, als das letzte Mal.

Den Rest erzähle ich Euch beim nächste Mal.

Viele Grüße

Michael 

23.9.13 11:42, kommentieren