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Mein Erlebnis Ende August/Anfang September 2013

Liebe Gemeinde,

ich weiß, dass die Beschreibung meiner Wohnsituation und der weiteren Umstände meiner Situation ein bisschen langweilig sein muss. Aber es ist notwendig, zumindest bis zu einem gewissen Grad, meine Lebensumstände zu kennen, notwendig für den Leser, damit er meine Zwänge aber auch Freuden richtig begreifen kann.

Wie ich bereits gesagt habe, ist der Comet von unserer Wohnung nur durch eine Straße getrennt, also nicht weit weg. Wenn man aber zum Comet geht, dann hat man eine kleine Schwierigkeit, die genau vor dem Comet liegt. Sie besteht in einer kleinen Anhöhe, die zum Eingang des Comet führt.

Für Menschen mit gesunden Beinen ist dies alles kein Problem. Aber für solche mit einem kranken Bein stellt diese Steigung ein beachtliches Hindernis dar. Vor allem beim Verlassen des Comet kommt man jedes Mal ins Schwitzen, wenn man die Steigung wieder runter soll. Früher, als mein Bein noch nicht so beweglich war, war das jedes Mal ein Balanceakt. Mittlerweile geht es schon besser aber immer noch habe ich einen Respekt vor dieser kleinen Anhöhe. 

Ich gehe jetzt schon zum Comet, da habe ich noch nicht einmal richtig laufen können und natürlich dient mir die Anhöhe auch als Gradmesser, der mir an und für sich recht zuverlässig anzeigt, ob meine Gesundung immer noch Fortschritte macht.

Bis zum nächsten Mal

Michael    

25.9.13 10:58, kommentieren

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Erste Schritte

Liebe Gemeinde,

ich glaube, der erste Tag war genug mit neuen Erlebnissen angefüllt. Für jemanden der ohne den Großteil seines Verstandes in eine völlig neue Situation kommt, war das schon genug an Aufregung. Ich lag völlig teilnahmslos in meinem Bett und dämmerte vor mich hin.

An was ich glaube, mich erinnern zu können, ist dieses Gitter. Es war so ungefähr 40 oder 50 Zentimeter hoch und erstreckte sich über die ganze Längsseite des Bettes. Es schützte mich vor dem Hinausfallen, wenn ich im Schlaf unbedachte Bewegungen machte. Soweit ich noch weiß, war das Bett mit zweien solcher Gitter ausgestattet, die anfangs immer benutzt wurden.

Mein Zimmer hatte auch ein Bad dabei, genauer gesagt ein Bad und eine Toilette. Diese Angabe ist eher statistisch, denn ich hatte einen Katheder gelegt bekommen zu Ableitung meines Urins. Den Katheder hatte ich natürlich schon seit meiner Zeit in Schweinfurt, nur ist mir das nicht aufgefallen. Ehrlich gesagt, habe ich es auch in Bad Rodach anfangs nicht bemerkt, bis ich mit steigendem Interesse an meiner Umwelt und an mir, eben auch die Kathedergeschichte bemerkt habe. Auf den Katheder und seine Entfernung wird später nochmal einzugehen sein.

Wie gesagt, die Eindrücke dieses ersten Tages sind sehr verschwommen. Dies ist zum einen bedingt durch die Macht der neuen Eindrücke und zum anderen wurde ich sehr schnell müde.

Viele Grüße

Michael  

   

24.9.13 09:47, kommentieren