Letztes Feedback

Meta





 

Balkanschnitzel, Pusztaschnitzel oder doch Zigeunerschnitzel?

Balkanschnitzel, Pusztaschnitzel oder doch Zigeunerschnitzel?


Schon längere Zeit gärt in Deutschland ein Streit um ein Lieblingskind der Deutschen, nämlich um das Zigeunerschnitzel. Fester Bestandteil vieler deutscher Speisekarten ist es aus unserer Kultur seit mehr als hundert Jahren nicht mehr weg zu denken.


Es hat natürlich, nach dem 2. Weltkrieg, nicht lange gebraucht, bis sich auch für dieses Thema eine Volksgruppe gefunden hat, die mit Feuereifer seine öffentliche Verdammung betreibt. Die Sinti und Roma sind der Meinung, dass der Name Zigeunerschnitzel für ihre Volksgruppe diskriminierend sei. Und damit nicht genug, sie wollen das ganze auf die Produktfamilie, die das Wort Zigeuner in ihrem Namen führt, ausgedehnt wissen. Also soll es in Zukunft auch keine Zigeunersauce und keinen Zigeunertopf mehr mehr geben.


Das Gerangel um das Zigeunerschnitzel hat nun mittlerweile eine höhere Stufe erreicht. Die Stadt Hannover hat nun verfügt, dass in ihren Kantinen, namentlich auf ihren Speisekarten, das Wort Zigeuner nicht mehr vorzukommen hat. Natürlich gilt das auch für die verschiedenen Ausprägungen des Begriffs Zigeuner.


Zeit also, sich einmal Gedanken zu machen über das klassische Zigeunerschnitzel und darüber, was die Leute denn eigentlich bezwecken mit einem Verbot des Begriffs Zigeuner.


Seinen Namen hat das Schnitzel von der Zigeunersauce, die seit 1903 in Auguste Escoffiers Guide Culinaire belegt ist. Vom östereichisch-ungarischen Kaiserreich aus hatte sich das Gericht einst über Europa ausgebreitet. Heute, mehr als 100 Jahre später, hat es seinen festen Platz in der deutschsprachigen Gastronomie. Mit den Sinti und Roma hat dieses Gericht nichts gemein und schon gar nicht mit den Gräueltaten, die an ihnen während des 2. Weltkriegs begangen wurden.


Genau aus diesem Grund wollen jetzt Teile der Sinti und Roma Gemeinschaft den Begriff Zigeuner verbieten lassen. Sie wollen damit einer ganzen Produktfamilie den Namen entziehen und unsere liebgewonnenen Zigeunerprodukte in Balkansauce oder Pusztasauce umbenennen.


Ganz abgesehen davon öffnet sich ein weites Feld, das für Jahre Stoff für Unterlassungsklagen liefert. Es wird für den Vorsitzenden des Forums der Sinti und Roma, Herr Regado Rose, ein Berg an Arbeit auf ihn zukommen, der es ihm ermöglicht auf Jahre hinweg sorgenfrei zu leben. Der jetzt begonnene Streit und der Erfolg in Hannover werden die Sinti und Roma dazu anstacheln, noch weitere Erfolge zu suchen. Und Möglichkeiten gibt viele. Man denke nur an Der Zigeunerbaron von Johann Strauss in der Musik. Oder an das Lob der Zigeuner von Hagedorn oder an Die Zigeuner von Bechstein in der Poesie. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen aber auf weitere Beispiele will ich hier verzichten.


Zum Schluss kommend sei hier aber noch folgendes angemerkt. Es kann nicht angehen, dass man auf das Drängen Einzelner die Gerichte bemüht, Sachen zu entscheiden, die von vorne herein verloren sind, weil sie noch nicht mal sauber recherchiert sind. Und außerdem greifen sie mit ihren Forderungen auch in einen Sprachbildungsprozess ein, von dem ich kaum glaube, dass Herr Rose ihn nicht beurteilen kann.


Fairerweise muss ich dazu sagen, dass auch nur ein Teil der Sinti und Roma diese Forderungen unterstützt. Die anderen stehen dem ganzen ablehnend gegenüber, wie z.B. der Bundesrat der Jenischen Deutschlands oder der Zentralrat der Sinti und Roma.


Rödental, 13.10.2013

14.10.13 07:46, kommentieren

Werbung


Mein Erlebnis Ende August/Anfang September 2013

Liebe Gemeinde,

wir haben gerade ein recht langweiliges Stück der Erzählung hinter uns. Aber jetzt seid ihr einigermaßen orientiert über das Umfeld meiner Wohnung und über die Rolle des Comet. Jetzt können wir in der Geschichte weiter gehen.

Es war, wie bereits gesagt, irgendwann gegen Ende August oder Anfang September. Eines Morgens, ich war wieder einmal auf meinem Weg zum Comet, merkte ich, dass an diesem Morgen stimmte etwas nicht stimmte. Schon beim Verlassen des Hauses hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht so war wie sonst. Ich konnte nicht benennen, was es war, aber es hing mit meinem Bein zusammen.

Natürlich ging ich weiter. Dass ich ein komisches Gefühl hatte, passierte schon manchmal und normalerweise gibt sich das auch wieder. Zum Beispiel nach einem längeren Spaziergang an der frischen Luft. Ich meine damit, dass ich die Sache nicht weiter ernst nahm, weil sie nicht weiter wichtig war.

Und doch hatte ich auf der Hälfte des Weges zum Comet so ein komisches Gefühl, dass ich meinen Vorsatz vergaß, einen großen Spaziergang zu machen und meinen Kopf frei zu bekommen. Ich ging also direkt zum Comet und versuchte mir meinen Spaß im Comet zu holen.

Ich gehe immer die gleiche Runde im Comet. Das ist einfach eine Angewohnheit und, zumindest für mich, mit großem Spaß  verbunden. Man lernt schnell, sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen, wenn man sowieso keine Möglichkeit hat. Aber wie gesagt, nicht einmal der Comet machte mir Spaß.

Also beschloss ich wieder zurück zu gehen.

Bis zum nächste Mal

Michael 

27.9.13 09:28, kommentieren